Back to the roots: Der ultimative Offline Marketing Guide für Online-Shop-Betreiber

Briefe zum Geburtstag gibt es nur noch von Ikea; Familie und Freunde gratulieren per WhatsApp oder Facebook?

Kein Wunder, dass auch Unternehmen fast nur noch online unterwegs sind und von Offline-Marketing kaum noch Gebrauch machen. Der Denkfehler dabei besteht nur darin, dass nicht jeder, der 2018 in einem entwickelten Land lebt, auch gleiche Kommunikationswege nutzt wie der Großteil. Setzt man also allein auf Online-Marketing, schließt man damit kategorisch Zielgruppen aus, die nicht so vertraut mit dem Internet sind oder es einfach nur kaum nutzen. Dazu kommt, dass man sich gerade durch Offline Marketing heutzutage sehr von der Masse abheben kann, da traditionelle Werbemaßnahmen eine gute Alternative zu den, von der Konkurrenz überfüllten, Online Plattformen darstellen. Wir haben für Euch recherchiert und die kostengünstigsten und kreativsten Offline-Werbeideen für Euch zusammengesucht:


Flyer, Flyer, Flyer

Das erscheint dir jetzt nicht besonders neu und kreativ? Wir zeigen dir, warum diese Klassiker trotzdem immer noch die Nummer 1 unter den Offline Werbemaßnahmen sind. Flyer verteilen oder in Briefkästen schmeißen ist natürlich genauso ineffektiv und nervig wie Spammails oder Werbeanrufe. Dabei kann man mit ansprechenden und in großen Mengen auch ziemlich günstigen Flyern mit dem richtigen Einsetzen nachhaltig Kunden anlocken und binden.



1. Flyer als Paketbeilage
Das macht sich nicht nur in deinen eigenen Paketen gut, sondern auch in denen deiner Mitstreiter. Das geht zum Beispiel ganz einfach unter http://www.dimabay.de/, wo du dir Werbepartner aussuchen kannst, deren Paketen du dann Flyer, Rabattcodes oder auch Produktproben beilegen willst und das alles nur für einen Unkostenbeitrag oder in Austauschkooperation, also mit dem Versprechen, dass du dann Flyer des anderen Unternehmen deinen Paketen beilegst. Suche hierbei am besten Shops aus, die nicht genau dasselbe wie du verkaufen, aber eine ähnliche Zielgruppe haben. Wenn du einen Shop für Kinderkleidung führst, kannst du deine Flyer zum Beispiel den Paketen von Babynahrungsvertreibern oder Kinderschuhläden beilegen.

Warum diese Mehtode so effektiv ist? Wie toll fühlt es sich an endlich das Paket bekommen zu haben, auf das man sich schon seit Tagen gefreut hat? Sehr, und deswegen ist es auch viel wahrscheinlicher, dass man Werbebeilagen in solch einer grundauf positiven Situation Aufmerksamkeit schenkt und sich darüber freut, als in anderen Situationen, wo nicht klar ist, in welcher Grundstimmung man die Person antrifft.

2. Flyer auslegen, wo deine Kunden sind
Du möchtest deine Flyer auch gerne selbst an den Mann bringen? Leg sie doch in deinem Ladengeschäft aus, wenn du eins betreibst und überlege dir, wo deine Kunden sonst noch so anzutreffen sind. Im Café nebenan, beim Bäcker um die Ecke oder vielleicht auf dem Wochenmarkt. Sei kreativ, versetze dich in deine Kunden hinein und knüpfe gleichzeitig Kontakte mit den Läden deines Orts, deren Flyer oder Plakate du im Gegenzug auch aufhängen kannst. Ein guter Ruf im Ort ist nämlich immer ein Schritt in die richtige Richtung.


Kostenlose Presse über dich

Wenn du an Werbung in der Presse denkst, fallen dir nur teure Anzeigen in lokalen Zeitschriften ein? Dann mal aufgepasst.
Die meisten Zeitschriften und Fachzeitungen leiden nämlich an akutem Personalmangel und somit auch an notwendigem Input. Recherchier also einfach mal nach solchen Blättern, die sich mit Themen deiner Branche befassen und schreib diesen Zeitschriften eine E-Mail mit dem Vorschlag einer Kooperation. Dabei kannst du einen Artikel, eine Stellungnahme oder ein Interview mit dir über ein aktuelles Thema anbieten, das mit deinem Onlineshop zu tun hat. Beispielsweise einen Artikel über die Wegwerfgesellschaft heutzutage, indem du gleichzeitig erwähnen kannst, dass du in deinem Onlineshop wiederverwendbare Jutebeutel verkaufst, mir denen man nicht jedes Mal eine neue Einkaufstüte an der Kasse kaufen muss oder ein Interview über die Geschichte deiner Geschäftsidee, wenn du etwas Ausgefallenes, Neuartiges verkaufst.

Solange die Zeitung einen Mehrwert von deinem Artikel erhält, kannst du davon ausgehen, dass dein Vorschlag dankend entgegengenommen wird. Probier‘ es einfach mal aus!

Auch lokale Radiosender freuen sich immer über neue Ideen und Vorschläge, es ist also auch einen Versuch wert, hier nach einer Kooperation anzufragen. Dazu kommen noch Schülerzeitungen oder Uniradios. Sei einfach kreativ und überlege dir, was die Leser und Zuhörer interessieren könnte.

Eine weitere Win-Win-Situation kannst du ebenfalls kreieren, indem du gratis Werbeartikel verteilst, wie zum Beispiel einen gratis Jutebeutel pro Einkauf oder Stifte für lokale Schulen zum Schulanfang. Mit jeder Person mehr, die mit einer Tasche mit Logo von deinem Shop auf der Schulter herumläuft, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Nicht-Kunden auf deinen Laden aufmerksam werden. Spendabel sein lohnt sich also bestimmt!


Guerilla Marketing

Jetzt wird es spannend. Doch der beste Weg, Guerilla Marketing zu erklären, ist es sich selbst ein Bild davon zu machen:



Das sieht alles nach sehr viel Arbeit und Geld aus? Das stimmt wahrscheinlich. Doch das Prinzip des Guerilla Marketing, also dem Erzielen von großer Aufmerksamkeit durch das Verändern von altbekannten Orten, ist auch im Kleinen realisierbar und kann dabei ähnlich viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Deiner Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Gute Beispiele sind z.B. Näh- oder Kleidungsgeschäfte, die Bäume, Laternen oder Bänke vor ihrem Ladengeschäft einstricken oder mit Stoffen oder Kleidungsstücken verschönern, jegliche Formen von straßenüberquerenden Girlanden, die auf den Laden verweisen und im Gedächtnis bleiben oder sonstige kreative Einfälle, die ins Auge stechen, witzig sind und deiner Marke ein Gesicht geben. Nur die wenigsten kleinen Shops sind sich bewusst, welche Wirkung solche Werbeaktionen haben können, und machen deshalb keinen Gebrauch davon. Sei du also der oder die, die das Überraschungsmoment nutzt und in Erinnerung bleibt.


Sei da in deiner Region

Natürlich hat nicht jeder Onlineshop-Betreiber auch ein Ladengeschäft. Trotzdem kannst du den Ortsfaktor in den meisten Fällen zu deinem Vorteil machen. Sei da auf Stadtfesten, Messen und überall, wo du deine Kunden erwartest, um ihnen persönlich von deinem Unternehmen und deinen Produkten zu erzählen. Es könnte deinen Kunden im Endeffekt egal sein, von wo aus du online deine Produkte verkaufst. Bewiesen wurde aber, dass ein Standort in der unmittelbaren Nähe, eine grundlegende Sympathie und Identifikation zu Grunde legt, was somit zu einem Kaufmotiv werden kann. Wenn du also in deiner Nähe versuchst, ein gutes Image von deinem Laden zu kreieren, helfen dir außerdem Werbegeschenke (auch Kleinigkeiten wie Kulis oder Textmarker mit der URL deines Onlineshops), die mit nach Hause genommen und Wegweiser in deinen Shop werden können.

Führst du auch ein Ladengeschäft, ist es natürlich umso wichtiger im Ort bekannt zu sein. Mach dir bei verkaufsoffenen Sonntagen und Stadtfesten oder Märkten also besonders viel Mühe, denn das werden auch deine potenziellen Kunden merken. Biete kostenlosen Kaffee und Knabberzeug an, neben welchem Flyer von dir ausliegen, die mitgenommen werden können, oder verschenke Jutebeutel oder Luftballons mit deinem Logo, sodass deine Kunden zu deinen ansässigen Markenbotschaftern werden, die so automatisch Leute in deinen Shop locken, die ihn bis jetzt noch nicht besucht haben.


Mund-zu-Mund-Propaganda

Doch nicht nur zufriedene Kunden erzählen ihren Nachbarn und Freunden Positives über dich und deinen Laden. Häufiger vergessen, aber noch wichtiger sind deine Mitarbeiter. Diese sollten deine größten Fans sein! Ist dies nicht der Fall, machst du etwas falsch. Schließlich hast du eine einzigartige Idee, die du schon in die Tat umgesetzt hast und von der du begeistert bist. Diese Begeisterung musst du ebenfalls auf deine Mitarbeiter übertragen können und ihnen das Arbeiten so angenehm wie möglich machen. Denn keine Werbung ist ehrlicher als die, von zufriedenen Mitarbeitern, die zum Einen nach Feierabend automatisch ihre positiven Eindrücke von der Arbeit schildern und zum Anderen bei konkreten Fragen nach ihrer Arbeitsstelle, mit gutem Gewissen nur Positives von deinem Unternehmen erzählen werden. Oft sind es Kleinigkeiten, die schon Großes bewirken können, wie zum Beispiel personalisierte T-Shirts oder Terminplaner mit Eurem Logo, Tütchen mit Weihnachtskeksen in der Vorweihnachtszeit oder eine Kleinigkeit zum Geburtstag. Überleg dir, über was du dich freuen würdest und erfreu dich daran, die Kleinigkeiten zu organisieren und zu verschenken.



Fazit: Online Marketing vs. Offline Marketing
Online Marketing ist fast immer kostenlos und schnell, dafür erreicht es nicht immer die richtigen Personen. Offline Marketing ist spezifischer und mit direktem Feedback verbunen, dafür aber aufwendiger in der Planung und nicht immer einfach zu messen. Und was ist jetzt die Moral von der Geschichte? Auf Beides setzen!



1.Offline-Marketing-Aktionen online präsentieren
Egal was du gerade an Offline Marketing planst, zeig es deinen Followern online. Sei es die Gestaltung des neuen Flyers oder die Vorbereitungen für den verkaufsoffenen Sonntag: Nutz diesen Content, um deiner Online Community zu zeigen, dass du aktiv bist und dir deine Kunden am Herzen liegen und sorge gleichzeitig dafür, dass Interessenten vielleicht in deinem Ladengeschäft vorbeischauen, wenn sie auf Facebook und Co erfahren, dass bald eine Late Night Shopping Nacht oder Ähnliches ansteht. Du kannst auf Instagram außerdem auch 24-Stunden-Stories hochladen, auf denen du Einblicke gibst und verrätst, was demnächst für Aktionen anstehen. Durch diese exklusiven Einblicke fühlen sich deine Follower besonders und verfolgen auch weiterhin gerne, was du so planst und umsetzt.



2.Online-Marketing-Aktionen offline präsentieren
Das Ganze funktioniert natürlich auch umgekehrt. Erwähne all die Social Media Kanäle, auf denen du vertreten bist und natürlich deine Website und Onlineshop-Adresse auf deinen Flyern, Visitenkarten und sonstigem Merch. Erzähle deinen Kunden beim offline Kauf gerne auch immer von deinem Onlineshop und biete vielleicht sogar Rabbat-Codes an, mit denen deine Kunden zum Beispiel 5€ bei ihrem ersten Online-Kauf sparen.

Das Fazit des Fazits: Ohne das eine, kann das andere nur selten funktionieren, es gilt also: Je besser die beiden Marketing Maßnahmen verknüpft sind, desto erfolgreicher wird deine Werbung sein.



Lisa Weber