Wie soziale Medien deine Verkäufe steigern können – Teil 3: Pinterest

Soziale Medien müssen bis nach dem Feierabend warten, schließlich ist das ja ein Zeitvertreib, der in die Freizeit gehört? Ganz und gar nicht! Auf Facebook, Instagram und Co warten potentielle Kunden und Botschafter deiner Marke, doch vor allem die Möglichkeit deine Verkäufe zu steigern und das auch noch nahezu kostenlos. Alle Besonderheiten über die verschiedenen Plattformen und ihre Potenziale erfahrt ihr in unserer Serie „Wie soziale Medien deine Verkäufe steigern können“. Heute in der Vorstellungsrunde: Pinterest.

Name: Pinterest Alter: 8 Jahre Lieblingsinhalte: Bilder, Bilder, Bilder


1. Was macht Pinterest so besonders?

Weil Pinterest nutzerzahlentechnisch noch hinter Facebook, Twitter und Co liegt, wird diese Plattform von Unternehmen oftmals unterschätzt. Dabei ist Pinterest zum Beispiel eine der wenigen Social Media Plattformen, die hauptsächlich als Suchmaschine genutzt wird, wo die Nutzer also nicht planlos durch ihren Feed scrollen, sondern aktiv nach etwas suchen. Durch Bildunterschriften und Repins kann man dann beeinflussen, wo die eigenen Bilder ranken, wie gut sie also aufzufinden sind. Vor allem Saison- und Trend-Produkte gehen hier schneller viral als irgendwo sonst. Genau wie auf Facebook wird auch hier die Option eines Unternehmensaccounts angeboten, das einige Spezialisierungsvorteile mit sich bringt. Am wichtigsten ist es jedoch, seine Pinnwände so geordnet und ansprechend wie möglich zu gestalten, um einen guten ersten Eindruck bei Pinterest Usern zu hinterlassen, die gezielt nach deinem Unternehmensprofil suchen. Warum Pinterest auf jeden Fall von Onlineshopbetreibern genutzt werden sollte? Weil ca. 93% aller User, Pinterest benutzen, um sich Inspirationen für ihre Einkaufsplanung einzuholen. Durch klickbare Bilder kannst du somit einfach und schnell, Personen in deinen Onlineshop leiten, die sich für deine Produkte interessieren. Das einzige Manko, Pinterest ist wenig dialogorientiert; Kommunikation mit den Kunden ist also nur indirekt durch folgen und repinnen zu erwarten, da es keine Chatoption gibt.


2. Wen erreiche ich auf Pinterest?

Pinterest eilt der Ruf voraus, nur in Amerika beliebt zu sein und hauptsächlich von Frauen genutzt zu werden. Dies ist schon lange überholt, da Pinterest auch in Deutschland immer bekannter wird und jede dritte Neuanmeldung neuerdings von einem Mann kommt. Die Pinterest Community wächst also und wird immer heterogener, weswegen sich ein Pinterest Firmen Account definitiv lohnt. Hat man als Zielgruppe aber eher weibliche Personen, die zur jungen Generation zählen, kann man den noch vorhandenen Überschuss an diesen Vertretern auf Pinterest natürlich ausnutzen.


3. Wie erreiche ich meine Zielgruppe am besten?

Um weitere potenzielle Neukunden zu gewinnen ist es am schlausten, deine bestehenden Kunden dazu zu bringen Werbung für deinen Shop zu machen. Wie das gehen soll? Ganz einfach: Den „Produkt Teilen Button“ in deinem branchbob-Shop unter Apps> Social Media aktivieren und deinem Kunden so die Möglichkeit geben, jedes beliebige Produkt deines Shops, dass er Freunden oder der Außenwelt allgemein zeigen möchte, auf Pinterest durch nur einen Klick zu teilen. Diese Funktion ist auch für Facebook, Twitter und Google+ integrierbar, jedoch ist Pinterest unserer Meinung nach die beste Plattform für diese Art von Werbung.

Doch nicht nur deine Kunden, sondern auch du selbst kannst deine Produkte auf Pinterest hochladen, was nur durch einen Klick beim Produkt erstellen unter Social Media > Produkt posten geht. Ein Aufwand der sich dann noch lohnt, ist die Recherche von passenden und beliebten Keywords, die essentiell dafür sind, dass deine Bilder gefunden werden.


4. Wie baue ich meine Follower-Community aus?

Das wichtigste auf Pinterest ist also gefunden zu werden und so viele Repins wie möglich zu erreichen, also auf so vielen Pinnwänden wie möglich zu landen, die somit deine Bekanntheit steigern. Dabei ist es unbedingt notwendig, regelmäßig zu posten und die Qualität deiner Bilder so hoch wie möglich zu halten. Wenn du außerdem bekannten Pinterest-Nutzern deiner Nische folgst, und deren Bilder repinnst, kann es sein, dass sie es dir gleichtut und dein Bild somit Tausende an Gleichgesinnte erreicht. Sonst heißt es geduldig sein, denn es wurde herausgefunden, dass ein Pin auf Pinterest nach dreieinhalb Monaten erst die Hälfte all seiner Views erreicht. Dies ist ein klarer Unterschied zu Instagram ist, wo ein Post, der zu Beginn nicht erfolgreich ist, es auch später nicht mehr werden wird.


5. Wie investiere ich in Pinterest und was kostet mich das?

Da Pinterest kaum personenbezogen ist und es viel unwichtiger ist, wie alt der Nutzer ist oder wie er heißt, ist es auch weniger wichtig von wem ein Pin kommt. Influencer Marketing ist also wenig verbreitet auf Pinterest, da im Grunde jeder einen erfolgreichen Pin erstellen kann durch Bildqualität, Text und aktuelle Relevanz.

Eine bessere Möglichkeit Geld in Pinterest zu investieren sind Werbepins. Dies sind ganz normale Pins, die gegen Geld hervorgehoben werden und somit mehr Personen erreichen. Ähnlich wie bei Instagram und Facebook Ads, muss man sich nach dem Einloggen auf https://ads.pinterest.com/ für eine Zielgruppenspezifizierung entscheiden, die demographische Daten und Interessen beinhaltet. Dann kann man sich zwischen zwei verschiedenen Arten der Werbung entscheiden. Gut bei Pinterest Ads ist außerdem, dass die gesponserten Pins sich kaum von den normalen Posts abheben und die Werbung somit kaum als solche wahrgenommen wird.

1. Aufmerksamkeitsgenerierende Pins
Hier geht es lediglich darum mehr Personen auf dein Unternehmen aufmerksam zu machen. Das heißt du zahlst pro 1000 Views.

2. Interaktionsgenerierende Pins
Bei dieser Art der Werbung wird für Repins und Klicks gezahlt, also aktive Zeichen des Interesses und Traffic für deinen Shop. Daher zahlt man hier auch pro Interaktion.

Kostenpunkt: Nicht pauschal formulierbar, da man das Höchstangebot, dass man pro 1000 Views oder Interkation zahlen möchte, zwar selbst bestimmen darf, aber dann nur so viel bezahlt, wie der Nächst-Unterbietende 


Fazit:

Pinterest ist eine noch unterschätzte Plattform, wobei es vor allem bei der jüngeren Generation einen positiven Eindruck macht, wenn ein Shop eine eigene Pinterest Seite betreibt. Außerdem sind drei von vier Pins auf Pinterest von Unternehmen, was schon deutlich macht, was für eine E-Commerce-Chance sich hinter dieser Plattform verbirgt. Dazu lässt die Gewissheit darüber, dass Pins ihr Ansehen auch mit den Jahren nicht so schnell verlieren, wie Posts auf anderen Kanälen, das Gestalten von Pinnwänden zu einer schönen und wichtigen Aufgabe machen, die sich jeder Onlineshop-Betreiber zu Herzen nehmen sollte.



Lisa Weber